Logib-D anwenden

Logib-D ist ein erprobtes Angebot der Bundesregierung, mit dem Personalverantwortliche mögliche Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen in ihrem Betrieb identifizieren können.

Logib-D hilft Personalentscheidern Ursachen zu erkennen und betriebliche Lösungen für eine faire Bezahlung zu entwickeln. Es ist ein standardisiertes Programm, das die Möglichkeit bietet, schnell und mit geringem Aufwand die Entgeltstruktur eines Unternehmens bezüglich seiner geschlechtsspezifischen Entgeltdifferenz zu analysieren.


Um Logib-D optimal nutzen zu können, sind personen- und arbeitsplatzbezogene Informationen der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Auswertung notwendig. Zur Erleichterung der Datensammlung, können Unternehmen überwiegend auf die Daten zurückgreifen, die im Unternehmen bereits vorliegen, weil sie dem Statistischen Bundesamt für Meldungen zur Verdienststrukturerhebung bereitgestellt werden oder im Rahmen der Sozialversicherungsmeldungen erforderlich sind. Die in der Analyse zu berücksichtigenden Daten werden in eine Excel-Datei übertragen und in Logib-D importiert werden.

Dabei stehen Ihnen zwei Möglichkeiten der Nutzung zur Verfügung:

  • Mit dem Web-Tool (der „Online-Anwendung“) können die Daten schnell und unkompliziert ausgewertet werden. Zudem wird nach Abschluss der Auswertung ein pdf-Dokument erstellt, das alle Ergebnisse mit erläuternden Texten und Grafiken zusammenstellt.
  • Das Excel-Tool kann von dieser Webseite heruntergeladen werden. Alle Analysen können dann dezentral im Unternehmen vorgenommen werden. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt Anleitung bietet Unterstützung bei Datenerfassung und –auswertung.

Mit der aktuellen Version von Logib-D ist es nun im Web-Tool wie auch im Excel-Tool möglich, Erwerbsunterbrechungen von Beschäftigten in die Entgeltanalyse einzubeziehen. Da Erwerbsunterbrechungen als ein wesentlicher Einflussfaktor der Entgeltungleichheit in der wissenschaftlichen Literatur gelten, trägt ihre Berücksichtigung zu einer noch präziseren Analyse der Entgeltlücke von Frauen und Männern bei.

Inhaltliche Voraussetzungen/ Hinweise:

  • Zugang zu den Entgelt-, Qualifikations- und Arbeitsplatzdaten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Gemischte Belegschaft mit Männern und Frauen
  • Mindestens 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Bei mehreren tausend Datensätzen (10.000 und mehr) kann die Verarbeitung – je nach Ausstattung des PC-Personal Computers und der Excel-Version – sehr lange Rechenzeiten erfordern beziehungsweise kein Ergebnis liefern

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